Nadine Lantzsch wurde am 10. August 1985 in Hoyerswerda geboren und wuchs drei Blöcke hinter einem der Asylheime auf, die 1991 zur Zielscheibe rechtsextremer und rassistischer Gewalt wurden. Doch dafür musste sie sich später weniger rechtfertigen als für die demographische Entwicklung und Perspektivlosigkeit ihrer Heimatstadt.

Nach dem Abitur zog es Nadine in das idyllische Örtchen Mittweida, wo sie drei Jahre lang Medienmanagement studierte und wieder auf Horden wildgewordener Nazis traf. Den lokalen Rechtsextremismus und das Schweigen der Bevölkerung dokumentierte sie mit anderen in der NOVUM, einer lokalen studentischen Wochenzeitung, die sie ein Jahr lang als Chefredakteurin leitete.

Mit dem Bachelorzeugnis in der Tasche wechselte Nadine 2007 von Kleinstadt zu Metropole und lebt seither in Berlin. Sie arbeitete drei Jahre lang für die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, absolvierte ein Volontariat im gleichen Haus und hatte in der Onlineredaktion des Tagesspiegel einen wahnsinnig tollen Berufseinstieg. Eher unfreiwillig in den Status der Freiberuflerin geraten, nutzte Nadine die Chance, sich neu zu orientieren und begann 2009 ein Masterstudium in Gender & Diversity Kompetenz an der Freien Universität Berlin, das sie im Dezember 2011 erfolgreich abgeschlossen hat.

Seitdem sie sich inhaltlich mit Feminismus, Gender Studies und Antirassimus privat und beruflich auseinandersetzt, ist Nadine vor allen Dingen im Netz politisch aktiv, hält Vorträge und organisiert zusammen mit Gleichgesinnten Projekte, Veranstaltungen und Workshops, um herrschaftskritische Räume und emanzipatorische Strukturen zu unterstützen.

Nadines Herz blutet unter anderem für die Mädchenmannschaft, ein Gemeinschaftsblog und Verein mit dem Ziel, Feminismus und Gleichberechtigung (oder Ideen davon) unter Interessierte zu bringen. Außerdem schreibt sie für diverse Zeitungen, Online- und Printmagazine. Ihr privates Blog Medienelite muss als Tagebuch und Notizzettel für Theorie herhalten.

Im Sommer 2011 war Nadine als Co-Organisatorin für den Berliner Slutwalk tätig. Zur Zeit arbeitet Sie mit Kathrin Ganz und Magda Albrecht an einem Buch über feministischen Aktivismus im Netz.

Zeugnisse  und Nachweise erhalten Sie auf Anfrage.